Symptome


Unterleibsschmerzen, Veränderungen der Blutung oder Beschwerden im Bereich des Beckenbodens lassen sich häufig nicht unmittelbar einordnen. Manche Symptome treten plötzlich auf, andere entwickeln sich über einen längeren Zeitraum oder kehren wieder.
Wichtig ist, die Beschwerden im Zusammenhang zu betrachten. Nicht jedes Symptom ist behandlungsbedürftig, aber jede Veränderung sollte ernst genommen werden.Gemeinsam klären wir, welche Bedeutung Ihre Beschwerden haben und welche nächsten Schritte in Ihrer individuellen Situation sinnvoll sein können.
Schmerzen im Unterbauch können plötzlich auftreten oder über längere Zeit bestehen. Akute Beschwerden, wie beispielsweise ein Ziehen im Unterleib, entstehen häufig im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen, funktionellen Veränderungen oder treten im Verlauf des Zyklus und während der Menstruation auf.
Immer wiederkehrende Unterleibsschmerzen entwickeln sich häufig schleichend und können in ihrer Intensität variieren. Auch strukturelle Veränderungen wie eine Zyste am Eierstock, die Schmerzen verursachen und teilweise bis in die Leiste ausstrahlen können, oder Myome können sich durch ziehende oder drückende Beschwerden im Unterbauch bemerkbar machen.
Egal ob akut oder chronisch: In allen Fällen möchte uns der Körper mittels Unterbauchschmerzen auf eine gynäkologische oder hormonelle Dysbalance aufmerksam machen.
Schmerzen am Eierstock werden häufig als klar lokalisierbar beschrieben, während Schmerzen im Bereich der Gebärmutter auch in andere Bereiche des Unterbauchs ausstrahlen können. Gleichzeitig ist die genaue Zuordnung von Unterleibsschmerzen medizinisch nicht immer eindeutig, da die Strukturen im Unterbauch und kleinen Becken über die räumliche Nähe, das Bauchfell und Nervenbahnen eng miteinander verbunden sind.
Typisch ist, dass ein einseitiges Ziehen der Eierstöcke eher mit funktionellen Veränderungen wie einer Zyste oder einem entzündlichen Prozess in Verbindung gebracht werden kann, während beidseitige Schmerzen häufiger auf hormonelle oder funktionelle Ursachen hinweisen können. Schmerzen im Bereich der Gebärmutter werden dagegen oft als mittig, ziehend oder krampfartig beschrieben und können zyklusabhängig variieren.
Unterleibsschmerzen vor der Periode oder während des Eisprungs (Mittelschmerz) stehen häufig im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen im Zyklus. Dabei kann der Mittelschmerz als einseitiges Ziehen am Eierstock auftreten, während Schmerzen vor und während der Menstruation durch hormonell gesteuerte Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut und Kontraktionen der Gebärmutter entstehen und insbesondere am ersten Tag als krampfartig empfunden werden können.
Wenn Regelschmerzen sehr stark oder in extremer Form am ersten Tag der Periode auftreten, sollten wir gemeinsam auch Erkrankungen wie Endometriose abklären. Entscheidend ist dabei weniger die reine Schmerzstärke als die individuelle Beeinträchtigung in Ihrem Alltag.
Oberflächliche Beschwerden, wie ein Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsakt, stehen häufig im Zusammenhang mit Veränderungen der Haut des äußeren Genitals oder der Vagina , hormonellen Einflüssen oder lokalen Reizungen. Tief sitzende Schmerzen können dagegen auf strukturelle oder funktionelle Ursachen im kleinen Becken hinweisen, beispielsweise auf Veränderungen im Bereich der Gebärmutter, der Eierstöcke oder des Beckenbodens.
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind ein typisches Symptom bei Endometriose und sollten in diesem Zusammenhang differenziert betrachtet werden.
Differenzialdiagnostisch können unter anderem folgende Ursachen infrage kommen:
Manchmal spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle, was dann ein multimodales und interdisziplinäres Behandlungskonzept erfordert.
Unterleibsschmerzen sind immer ernst zu nehmen, auch dann, wenn man sie nicht sofort erklären kann. Auf Grundlage eines persönlichen Gesprächs und einer evidenzbasierten Diagnostik ordnen wir Ihre Beschwerden gemeinsam ein und besprechen, welche weiteren Schritte sinnvoll sind.
Schmierblutungen oder Zwischenblutungen äußern sich häufig in Form einer unregelmäßigen, besonders starken, sehr langen oder auch ausbleibenden Menstruationsblutung. Farbliche Veränderungen wie braune oder hellrote Schmierblutungen können ebenso symptomatisch sein.
Die Ursachen von Zwischenblutungen sind vielseitig: Häufig spielen hormonelle Veränderungen eine Rolle, zum Beispiel in der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Auch Stress, Gewichtsveränderungen oder bestimmte Medikamente können den Hormonzyklus beeinflussen.
Daneben kommen auch gutartige Veränderungen der Gebärmutter wie Myome oder Polypen, Endometriose, Entzündungen oder seltener auch bösartige Erkrankungen oder deren Vorstufen als Ursache von Zwischenblutungen infrage.
Blutungsstörungen können eine unproblematische Abweichung von der Norm sein und müssen nicht in jedem Fall behandelt werden. Wenn aber Schmierblutungen oder deren Folgen als unangenehm oder belastend empfunden werden, ein unerfüllter Kinderwunsch besteht, Kreislaufbeschwerden oder eine eingeschränkte Belastbarkeit als Begleitsymptome vorliegen, empfehle ich, die konkrete Ursache unter allen Umständen zu diagnostizieren und zu behandeln.
Eine Zwischenblutung in den Wechseljahren unterscheidet sich in ihrer Bedeutung von Blutungsstörungem im regulären Zyklus deutlich. In dieser Zeit der körperlichen Umstellung kommt es häufig zu unregelmäßigen Blutungen.
In der Zeit vor den Wechseljahren können sich perimenopausale Blutungsstörungen durch verlängerte Zyklen, ausbleibende Blutungen oder auch zusätzliche Zwischenblutungen äußern. Die Veränderungen sind Teil eines hormonellen Übergangs, verlaufen jedoch individuell sehr unterschiedlich.
Auch gegen Ende der Wechseljahre können hormonelle Schwankungen eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig sollten strukturelle Veränderungen der Gebärmutter oder der Schleimhaut in die Einordnung einbezogen werden.
Blutungennach der Menopause – also nach bereits abgeschlossener hormoneller Umstellung – haben eine andere klinische Bedeutung und sollten immer abgeklärt werden.
Nicht jede Veränderung im Zyklus ist behandlungsbedürftig. Gleichzeitig kann eine Einordnung helfen, Unsicherheiten zu reduzieren und den eigenen Körper besser zu verstehen.
Eine Abklärung von Blutungsstörungen ist insbesondere dann sinnvoll, wenn:
Die Therapie richtet sich nach der Ursache und Ihrer individuellen Lebenssituation. Ist eine Operation erforderlich, so werden fast ausschließlich minimal-invasive Operationstechniken angewandt.
Im persönlichen Gespräch und auf Basis einer strukturierten Diagnostik klären wir gemeinsam, wie sich ihre Beschwerden einordnen lassen und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.

Beschwerden im Bereich des Beckenbodens können sich unterschiedlich äußern. Dazu zählen Schmerzen im kleinen Becken, ein Druck- oder Fremdkörpergefühl oder eine Beckenbodenschwäche, beispielsweise nach der Geburt.
Häufig fallen diese Veränderungen erst im Alltag auf – etwa bei körperlicher Belastung, beim Husten oder Niesen oder durch ein generell verändertes Gefühl für Stabilität im Becken.
Entscheidend bei Beckenbodenbeschwerden jeglicher Art ist, neben der Symptomatik, in welchen Situationen die Beschwerden auftreten, wie sie sich im Verlauf entwickeln und wie stark sie als Einschränkung im Alltag wahrgenommen werden.
Die genannten Symptome können im Tagesverlauf, besonders nach langem Stehen oder körperlicher Belastung, stärker werden und sich im Liegen wieder bessern.
Eine Blasenschwäche mit ungewolltem Urinverlust ist für viele Frauen ein sensibles Thema und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Betroffene leiden nicht selten aus Scham im Stillen oder sie glauben, es handele sich um eine normale Erscheinung nach Geburten und im Alter, die man hinnehmen muss.
Starke Blasenschwäche: Was tun?
Unabhängig von Ihrem Alter sind Sie mit Ihren Beschwerden nicht alleine! Es gibt gute, abgestufte Behandlungsmöglichkeiten für alle Formen der Harninkontinenz, mit denen eine deutliche Linderung der Beschwerden, wenn nicht sogar Beschwerdefreiheit erzielt werden kann.
Nicht jede Veränderung im Bereich des Beckenbodens ist behandlungsbedürftig. Gleichzeitig kann eine Einordnung helfen, Beschwerden besser zu verstehen und gezielt zu adressieren.
Eine Abklärung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn:
Im persönlichen Gespräch und auf Basis einer strukturierten Diagnostik klären wir gemeinsam, wie sich ihre Beschwerden einordnen lassen und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.