Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten

Endometriose, minimalinvasive Behandlung zur Entfernung von Myomen oder Pessartherapie: Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten gynäkologischer Erkrankungen

Nahaufnahme einer Frau mit braunen Augen, kurzen dunklen Haaren und goldenen Ohrringen.Nahaufnahme eines Gesichts einer Frau mit braunen Augen, kurzen dunklen Haaren und leicht lächelndem Ausdruck.

Gynäkologische Beschwerden können unterschiedlichste Ursachen haben. Eine sorgfältige Diagnostik ist die Grundlage jeder Behandlung. Unser gemeinsames Ziel ist es, Ihre Symptome nicht nur zu benennen, sondern sie im Zusammenhang zu verstehen und darauf aufbauend eine für Sie passende Therapie zu entwickeln.

Die Behandlung erfolgt in abgestuften Konzepten: von konservativen Maßnahmen über minimal-invasive Verfahren bis hin zu operativen Eingriffen. Welches Therapiekonzept für Sie infrage kommt, bestimmen neben allen medizinischen Möglichkeiten auch Ihre Lebensumstände und persönliche Wünsche. Lassen Sie uns dies gemeinsam herausfinden!

Endometriose

Was bedeutet Endometriose?

Endometriose ist eine chronische, oft schmerzhafte Erkrankung. Dabei wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, beispielsweise in der Muskulatur der Gebärmutter, an den Eierstöcken, im Bauchraum oder an Blase und Darm.

Diese sogenannten Endometrioseherde reagieren – ähnlich wie die normale Gebärmutterschleimhaut – auf hormonelle Veränderungen im Zyklus. Dadurch kann es zu Entzündungen, Reizungen und Verwachsungen kommen.

Typische Beschwerden sind starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, chronische Unterbauchschmerzen oder ein unerfüllter Kinderwunsch.

Mehr zu den Symptomen bei Endometriose
Wie wird Endometriose diagnostiziert?
Wie wird Endometriose behandelt?

Menorrhagie

Was bedeutet Menorrhagie?

Menorrhagie beschreibt eine ungewöhnlich verlängerte Regelblutung von 7 bis 10 Tagen bei regelmäßigem Menstruationszyklus. Oft ist hierbei auch die Menstruationsblutung übermäßig stark (Hypermenorrhoe). Häufig wird die Blutung als so intensiv erlebt, dass sie den Alltag beeinflusst, etwa durch häufiges Wechseln von Hygieneprodukten oder durch eine eingeschränkte Belastbarkeit.

Entscheidend ist dabei weniger die absolute Blutmenge als die individuelle Wahrnehmung und die Auswirkung auf den Alltag. Eine Hypermenorrhoe kann isoliert auftreten oder Teil einer zugrunde liegenden gynäkologischen oder hormonellen Dysbalance sein.

Mehr zu Blutungsstörungen
Wie wird Menorrhagie diagnostiziert?
Wie wird Menorrhagie behandelt?

Zysten im Unterleib und Myome der Gebärmutter

Was sind Zysten und Myome?

Myome der Gebärmutter (Uterus myomatosus) sind gutartige Muskelknoten, die je nach Größe und Lage unterschiedliche Beschwerden verursachen können. Typische Symptome sind starke oder verlängerte Monatsblutungen, Zwischenblutungen, ein Druck- oder Fremdkörpergefühl im Unterbauch, häufiges Wasserlassen oder Schmerzen im Unterbauch. In manchen Fällen können Myome auch die Fruchtbarkeit beeinflussen oder mit einem unerfüllten Kinderwunsch einhergehen.

Auch eine Zyste im Unterleib, insbesondere eine Zyste am Eierstock, ist häufig ein gutartiger Befund. Ob eine solche Veränderung Beschwerden verursacht, hängt unter anderem von Größe, Lage und Dynamik ab. Manche Zysten bleiben unbemerkt, andere führen zu ziehenden Schmerzen oder einem Druckgefühl im Unterbauch.

Viele Patientinnen stellen sich Fragen wie: “Muss ein Myom entfernt werden?” oder “Wann sollte man eine Zyste operieren?” Entscheidend ist dabei nicht allein der Befund, sondern die Kombination aus Beschwerden, Wachstumstendenz, sonographischen Erscheinungsbildund individueller Lebenssituation.

Mehr zu Unterleibsschmerzen
Mehr zu Blutungsstörungen
Wie werden Zysten und Myome diagnostiziert?
Wie werden Zysten und Myome behandelt?

Harninkontinenz

Was ist Harninkontinenz?

Harninkontinenz beschreibt den ungewollten Verlust von Urin und kann unterschiedliche Ursachen haben.

Formen der Harninkontinenz
Wie wird Harninkontinenz diagnostiziert?
Wie wird Harninkontinenz behandelt?

Senkungen

Was ist eine Senkung?

Eine Senkung, auch spezifischer als Gebärmutter-, Blasen- oder Beckenbodensenkung bezeichnet, entsteht, wenn die stützenden Strukturen des Beckenbodens nachgeben. In der Folge können sich Gebärmutter, Harnblase oder Darm im kleinen Becken nach unten verlagern.

Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. Während manche Senkungen symptomlos bleiben, kommt es in anderen Fällen zu funktionellen Einschränkungen im Alltag.

Mehr über die Symptome bei Senkungserkranungen
Wie wird eine Senkung diagnostiziert?
Wie wird eine Senkung behandelt?
Nahaufnahme eines weiblichen Gesichts mit blonden Haaren, blauen Augen und sichtbaren Zähnen.

Schmerztherapie

Konservative Behandlungskonzepte sind oft wenig belastend, gut verträglich und kombinierbar. Daher bilden sie die Basis der Behandlung vieler gynäkologischer Beschwerden. Schmerzen können dabei sowohl als eigenständiges Symptom auftreten als auch begleitend im Rahmen einer zugrunde liegenden Erkrankung bestehen.

Konservative Behandlungskonzepte sind oft wenig belastend, gut verträglich und kombinierbar, warum sie die Basis der Schmerzbehandlung darstellen. Die Linderung der Beschwerden kann durch Medikamente, Physiotherapie, Beckenbodentraining, Schmerztherapie, Verhaltenstherapie, Wärme- und Kälteanwendung oder auch Lebensstilintervention erreicht werden. Selten sind invasive  Behandlungen erforderlich, um die Beschwerdeursache aufzulösen. Diese Therapien erfolgen dann minimal-invasiv.

Mehr über Schmerzen bei gynäkologischen Erkrankungen

Erkrankungen der Brust

Als Gynäkologischer Onkologe und Senior-Brustoperateur (DKG) beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit der Diagnostik und Therapie gutartiger und bösartiger Erkrankungen der Brust. Obwohl Veränderungen in der Brust für viele Ratsuchende Anlass zur Beunruhigung sind, haben die meisten Befunde in der Brust keinen Erkrankungscharakter.

Am Anfang jeder Behandlung der Brust steht das Gespräch über Ihre aktuellen und frühere Beschwerden, Erkrankungen und relevante Lebensumstände sowie die familiäre Tumorbelastung. Auf Basis dieser Informationen folgt die Brustdiagnostik, die neben der Tastuntersuchung modernste bildgebende Verfahren sowie minimal-invasive Verfahren zur Gewebeentnahme und feingeweblichen Sicherung des aufgefallenen Befundes umfasst.

Eine operative Therapie gutartiger Befunde der Brust ist nur bei Beschwerden nötig und kann in der Regel ambulant erfolgen.

Mehr zu Brustkrebs

Minimal-invasive Chirurgie (MIC)

Minimal-invasive Operationstechniken ermöglichen Eingriffe über kleinste Zugangswege bei möglichst geringer Belastung des Gewebes. Durch den Einsatz moderner Video-Optik kann das Operationsgebiet stark vergrößert und präzise dargestellt werden.

Diese fortschrittliche Technik erlaubt reduzierte Wundflächen, einen geringeren Blutverlust und weniger postoperative Schmerzen. So profitieren Sie von einer schnelleren Mobilisation und einer zügigen Erholung bei kleinsten Narben.

Ich wende minimalinvasive Verfahren in der gesamten Bandbreite gynäkologischer Operationen an: sowohl bei vaginalen Eingriffen als auch bei Operationen im Bauchraum, bei gutartigen Befunden und bei onkologischen Behandlungen.

Spezialisierung auf Beckenboden- und Inkontinenzchirurgie
Zertifizierte operative Erfahrung

Gemeinsam entscheiden, welcher Weg sinnvoll ist

Die Grundlage jeder Behandlung ist eine sorgfältige Diagnostik und eine differenzierte Einordnung Ihrer Beschwerden. Darauf aufbauend entwickeln wir gemeinsam ein abgestuftes Behandlungskonzept, von konservativen Maßnahmen über minimal-invasive Verfahren bis hin zu operativen Lösungen.

Entscheidend ist nicht nur der medizinische Befund, sondern auch, welche Lösung zu Ihrer persönlichen Situation, Ihren Bedürfnissen und Ihren Lebensumständen passt. Wir finden gemeinsam den für Sie richtigen Weg!

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Mann mit Brille und kurzem Bart in schwarzem T-Shirt lehnt an grauer Wand und lächelt.

Dr. med. Stefan Ollig
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe