Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten


Gynäkologische Beschwerden können unterschiedlichste Ursachen haben. Eine sorgfältige Diagnostik ist die Grundlage jeder Behandlung. Unser gemeinsames Ziel ist es, Ihre Symptome nicht nur zu benennen, sondern sie im Zusammenhang zu verstehen und darauf aufbauend eine für Sie passende Therapie zu entwickeln.
Die Behandlung erfolgt in abgestuften Konzepten: von konservativen Maßnahmen über minimal-invasive Verfahren bis hin zu operativen Eingriffen. Welches Therapiekonzept für Sie infrage kommt, bestimmen neben allen medizinischen Möglichkeiten auch Ihre Lebensumstände und persönliche Wünsche. Lassen Sie uns dies gemeinsam herausfinden!
Endometriose ist eine chronische, oft schmerzhafte Erkrankung. Dabei wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, beispielsweise in der Muskulatur der Gebärmutter, an den Eierstöcken, im Bauchraum oder an Blase und Darm.
Diese sogenannten Endometrioseherde reagieren – ähnlich wie die normale Gebärmutterschleimhaut – auf hormonelle Veränderungen im Zyklus. Dadurch kann es zu Entzündungen, Reizungen und Verwachsungen kommen.
Typische Beschwerden sind starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, chronische Unterbauchschmerzen oder ein unerfüllter Kinderwunsch.
Am Anfang steht das persönliche Gespräch über Ihre Beschwerden und deren Verlauf. Ziel meiner ausführlichen Beratung ist immer, Ihre Lebensqualität zu verbessern und eine Behandlung zu finden, die zu Ihrem Leben passt. Ergänzend erfolgt die gynäkologische Untersuchung sowie eine gezielte bildgebende Diagnostik. Je nach Befund kann die Diagnostik erweitert werden, um das Ausmaß der Erkrankung möglichst genau zu erfassen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.
Viele Frauen erleben einen langen Weg bis zur Diagnose. Eine frühzeitige und sorgfältige Einordnung der Beschwerden ist daher entscheidend für ein nachhaltiges Behandlungsergebnis von Endometriose.
Konservative Therapie
Schmerztherapie: Beschwerden gezielt lindern
Entzündungshemmende Schmerzmittel bilden die Basis der Schmerztherapie. Je nach Bedarf können individuell abgestimmte Medikamente ergänzt werden.
Da chronische Schmerzen nicht nur den Körper, sondern auch das seelische Wohlbefinden, die Partnerschaft und den Beruf beeinflussen, ist ein multimodaler Ansatz sinnvoll. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Schmerztherapeut:innen, Physiotherapeut:innen und eine psychosoziale Begleitung können die Behandlung ergänzen.
Hormonelle Behandlung bei Endometriose
Endometriose ist hormonabhängig. Das bedeutet: Die Herde wachsen und reagieren auf zyklische Hormonschwankungen. Eine hormonelle Behandlung kann das Wachstum der Herde verlangsamen oder unterdrücken.
Manche Patientinnen stehen einer Hormontherapie aus Sorge vor Nebenwirkungen oder dem Gefühl, in den natürlichen Hormonhaushalt einzugreifen, zunächst zurückhaltend gegenüber. Diese Bedenken sind nachvollziehbar und verdienen eine offene, ehrliche Beratung.
Gemeinsam besprechen wir, welche Möglichkeiten einer hormonellen Behandlung Ihrer Endometriose es gibt, welche Vor- und Nachteile bestehen und ob diese Form der Therapie für Sie sinnvoll ist.
Minimal-invasive operative Therapie: Herde gezielt entfernen
Wenn Ihre Beschwerden stark ausgeprägt sind, Organe beeinträchtigt werden oder ein Kinderwunsch besteht, kann eine Operation sinnvoll sein.
In den meisten Fällen wende ich minimal-invasive Techniken im Rahmen einer Bauchspiegelung an. Dabei werden sichtbare Endometrioseherde sorgfältig entfernt, Verwachsungen gelöst und wenn möglich die normale Organfunktion wiederhergestellt. Ziel ist es, Schmerzen deutlich zu lindern und, sofern gewünscht, die Voraussetzungen für eine Schwangerschaft zu verbessern.
Bei tief infiltrierender Endometriose mit Beteiligung von Darm oder ableitenden Harnwegen kann eine interdisziplinäre Operation erforderlich werden. Eine Operation behandelt bestehende Herde, kann jedoch eine erneute Aktivität der Erkrankung nicht immer vollständig verhindern. Daher wird häufig ergänzend eine hormonelle Nachbehandlung empfohlen
Kinderwunsch im Blick behalten
Endometriose kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Je nach Befund kommen unterschiedliche Wege infrage: von einer Zyklusoptimierung ohne Hormone über operative Maßnahmen bis hin zu assistierter reproduktionsmedizinischer Unterstützung.
Die Entscheidung erfolgt individuell und unter Berücksichtigung aller Befunde, Ihrem Alter und Ihrem persönlichen Wunsch.
Menorrhagie beschreibt eine ungewöhnlich verlängerte Regelblutung von 7 bis 10 Tagen bei regelmäßigem Menstruationszyklus. Oft ist hierbei auch die Menstruationsblutung übermäßig stark (Hypermenorrhoe). Häufig wird die Blutung als so intensiv erlebt, dass sie den Alltag beeinflusst, etwa durch häufiges Wechseln von Hygieneprodukten oder durch eine eingeschränkte Belastbarkeit.
Entscheidend ist dabei weniger die absolute Blutmenge als die individuelle Wahrnehmung und die Auswirkung auf den Alltag. Eine Hypermenorrhoe kann isoliert auftreten oder Teil einer zugrunde liegenden gynäkologischen oder hormonellen Dysbalance sein.
Am Anfang steht das persönliche Gespräch über Ihr Blutungsmuster, die Dauer und Intensität der Regelblutung sowie mögliche Begleitsymptome. Ergänzend erfolgt die gynäkologische Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung, um strukturelle Veränderungen der Gebärmutter oder der Schleimhaut zu beurteilen.
Je nach Befund können weitere diagnostische Schritte sinnvoll sein, um die Ursachen der Menorrhagie genauer einzugrenzen.
Konservative Therapie
In vielen Fällen kann eine Hypermenorrhoe zunächst konservativ behandelt werden. Je nach Ursache kommen medikamentöse Therapien infrage, die auf die Gebärmutterschleimhaut, die Hormonregulation oder die Blutgerinnung wirken.
Ziel ist es, die Blutungsstärke zu reduzieren und den Zyklus zu stabilisieren, ohne unnötig in die natürlichen Abläufe Ihres Körpers einzugreifen.
Operative Therapie
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend wirksam sind oder strukturelle Veränderungen vorliegen, kann eine operative Behandlung der Menorrhagie sinnvoll sein.
Dabei kommen minimalinvasive Verfahren zum Einsatz, mit dem Ziel, die Ursache der Blutungsstörung gezielt zu behandeln und gleichzeitig die Gebärmutter möglichst zu erhalten.
Myome der Gebärmutter (Uterus myomatosus) sind gutartige Muskelknoten, die je nach Größe und Lage unterschiedliche Beschwerden verursachen können. Typische Symptome sind starke oder verlängerte Monatsblutungen, Zwischenblutungen, ein Druck- oder Fremdkörpergefühl im Unterbauch, häufiges Wasserlassen oder Schmerzen im Unterbauch. In manchen Fällen können Myome auch die Fruchtbarkeit beeinflussen oder mit einem unerfüllten Kinderwunsch einhergehen.
Auch eine Zyste im Unterleib, insbesondere eine Zyste am Eierstock, ist häufig ein gutartiger Befund. Ob eine solche Veränderung Beschwerden verursacht, hängt unter anderem von Größe, Lage und Dynamik ab. Manche Zysten bleiben unbemerkt, andere führen zu ziehenden Schmerzen oder einem Druckgefühl im Unterbauch.
Viele Patientinnen stellen sich Fragen wie: “Muss ein Myom entfernt werden?” oder “Wann sollte man eine Zyste operieren?” Entscheidend ist dabei nicht allein der Befund, sondern die Kombination aus Beschwerden, Wachstumstendenz, sonographischen Erscheinungsbildund individueller Lebenssituation.
Myome und Zysten können in der Regel bereits im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung und durch eine Ultraschalluntersuchung zuverlässig erkannt werden.
Wenn zusätzlich Symptome wie Schmerzen oder der Verdacht auf entzündliche Prozesse bestehen, beispielsweise bei Entzündungen der Eierstöcke, wird die Diagnostik entsprechend angepasst, um die Ursache gezielt einzugrenzen.
Konservative Therapie
Nicht jedes Myom oder jede Zyste erfordert eine Behandlung. Myome, die keine Beschwerden verursachen, müssen in der Regel nicht entfernt werden. Eine Behandlung wird bei störenden oder Kreislauf-relevanten starken Blutungen, Schmerzen oder Druckbeschwerden, Organ-Beeinträchtigung und unerfülltem Kinderwunsch empfohlen.
Schmerzen oder Blutungsstörungen bei Zysten oder Myomen können in einem frühen Stadium durch eine medikamentöse Behandlung oft positiv beeinflusst werden. Die Behandlung wirkt entweder direkt auf den Muskelknoten, die Gebärmutterschleimhaut oder auf das Blutgerinnungssystem.
Minimal-invasive nicht-operative Verfahren
Viele Patientinnen fragen sich: “Wann, oder ab welcher Größe sollte man ein Myom entfernen?”
Unter bestimmten Voraussetzungen können moderne, organerhaltende und nicht-operative Verfahren wie die Myomembolisation oder ein fokussierter Ultraschall in Betracht gezogen werden. Gemeinsam besprechen wir, ob diese Form der Therapie für Sie sinnvoll ist und welche Vor- und Nachteile bestehen.
Minimal-invasive operative Verfahren
Wenn Myome starke Beschwerden verursachen oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, kann eine operative Entfernung sinnvoll sein. In den meisten Fällen wende ich minimal-invasive Techniken im Rahmen einer Bauchspiegelung oder Gebärmutterspiegelung an. Diese Form der Myom-Operation ermöglicht es, das Myom gezielt zu entfernen und die Gebärmutter zu erhalten.
In bestimmten Situationen, beispielsweise bei sehr großen oder zahlreichen Myomen und abgeschlossener Familienplanung, kann auch eine Gebärmutterentfernung erwogen werden. Hierbei wird bei einem operativen Eingriff die Gebärmutter entweder komplett, oder unter Erhaltung des Gebärmutterhalses entfernt.
Auch bei Zysten am Eierstock richtet sich die Behandlung nach Befund und Beschwerden. Die Frage, wann eine Zyste operiert werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern wird immer im individuellen Kontext entschieden. Wenn eine Operation erforderlich wird, etwa bei Wachstum, Schmerzen oder unklaren Befunden, erfolgt die Zysten-Op, zum Beispiel am Eierstock, in der Regel minimalinvasiv, in der Regel in Form einer laparoskopischen Zystenentfernung.
Entscheidung über das geeignete Verfahren erfolgt individuell und unter Berücksichtigung aller Befunde, Ihrem Alter und Ihrem persönlichen Wunsch.
Harninkontinenz beschreibt den ungewollten Verlust von Urin und kann unterschiedliche Ursachen haben.
Belastungsinkontinenz
Häufig liegt eine sogenannte Belastungsinkontinenz vor, bei der es zum Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder bei körperlicher Belastung kommt. Ursache ist meist eine Funktionsminderung der Harnröhre. Umgangssprachlich wird diese Form der Inkontinenz auch Stressinkontinenz genannt und tritt besonders häufig bei Frauen auf.
Dranginkontinenz
Bei einer Drangharninkontinenz, auch idiopathische Dranginkontinenz, Urgency oder Reizblase genannt, steht ein plötzlich einsetzender, schwer kontrollierbarer Harndrang im Vordergrund, häufig im Zusammenhang mit einer überaktiven Harnblasenmuskulatur. Eine Dranginkontinenz kann auch im Zusammenhang mit einer Senkung der Harnblase, einer zu kleinen Harnblasenkapazität, Operationen, neurologischen Erkrankungen oder hormonellen Veränderungen auftreten, beispielsweise in Form einer Dranginkontinenz in den Wechseljahren. Die Ursachen können isoliert oder in Kombination vorliegen und reichen von funktionellen Veränderungen über hormonelle Einflüsse bis hin zu neurologischen Faktoren oder einer Senkungsproblematik
Mischinkontinenz
Die Definition einer Mischinkontinenz umfasst dabei das gleichzeitige Auftreten von Belastungs- und Dranginkontinenz, wobei die Symptome bei einer Mischinkontinenz individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können.
Ein gelungenes und nachhaltiges Behandlungsergebnis bei Harninkontinenz setzt eine sorgfältige Diagnostik voraus. Am Anfang steht deshalb immer das persönliche Gespräch über Ihre Beschwerdesymptomatik. Zusammen mit der gynäkologischen Untersuchung, einer speziellen Ultraschalluntersuchung (Pelvic-Floor-Sonographie) und der Urindiagnostik wird die Routinediagnostik abgerundet.
Urodynamik und Blasendruckmessung
In speziellen Fällen kann die weiterführende Diagnostik um eine Blasendruckmessung und eine Spiegelung der Harnblase erweitert werden.
Die Urodynamik ist eine spezialisierte funktionelle Untersuchung, mit der die Speicher- und Entleerungsfunktion der Harnblase sowie die Funktion der Harnröhre beurteilt werden können. Der Ablauf einer Blasendruckmessung gestaltet sich wie folgt: Feine Katheter werden in Blase und Enddarm eingeführt, mit deren Hilfe Druckverhältnisse gemessen und in Beziehung gesetzt werden.
Bei Bedarf kann die Untersuchung durch eine Videourodynamik ergänzt werden. Dabei werden die gemessenen Funktionsabläufe zusätzlich bildgebend dargestellt, um komplexe Zusammenhänge noch besser einordnen zu können.
Maßnahmen zur Behandlung einer Mischinkontinenz oder anderer Inkontinenzformen richten sich individuell nach Ihren Beschwerdeursachen und Bedürfnissen. Abgestufte Behandlungskonzepte beinhalten konservative und moderne, minimal-invasive operative Verfahren. Entscheidend ist: Harninkontinenz ist kein Schicksal, das man hinnehmen muss. Gemeinsam werden wir eine für Sie optimale Lösung finden.
Konservative Therapie
Beckenbodentraining – die Basistherapie
Ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur ist häufig der erste und wichtigste Schritt. Unter physiotherapeutischer Anleitung lernen Sie, die Muskulatur bewusst wahrzunehmen, zu kräftigen und im Alltag gezielt einzusetzen. Ergänzend können Biofeedback-Verfahren die Körperwahrnehmung verbessern und die Effektivität steigern. Gerade bei einer Belastungsinkontinenz kann allein Beckenbodentrainig bereits zu einer deutlichen Linderung der Symptome führen.
Medikamentöse Therapie
Bei der Dranginkontinenz können Medikamente helfen, die überaktive Blasenmuskulatur zu beruhigen. Moderne Wirkstoffe sind in der Regel gut verträglich und werden individuell ausgewählt, unter Berücksichtigung von Begleiterkrankungen und möglichen Nebenwirkungen. Auch eine lokale Behandlung, beispielsweise eine vaginale Östrogentherapie, kann unterstützend wirken.
Pessartherapie
Bei Belastungsinkontinenz kann ein individuell angepasstes Vaginalpessar die Harnröhre mechanisch stützen. Die Pessartherapie ist eine nicht-operative, flexible Behandlungsoption, die dauerhaft oder situativ, etwa beim Sport, eingesetzt werden kann.
Die Pessartherapie stellt nicht nur eine Option für ältere Patientinnen dar. Ein speziell an den weiblichen Beckenboden angepasstes Stützpessar sorgt auch nach der Geburt für die Druckentlastung der Haltestrukturen und für eine Entlastung der Beckenbodenmuskulatur, was die Beschwerden einer Belastungsharninkontinenz lindern kann.
Minimal-invasive und operative Therapie
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend wirksam sind, stehen moderne operative Verfahren zur Verfügung.
Blasenband Op
Bei der Belastungsinkontinenz wird häufig im Rahmen einer Blasendband-, bzw. TVT-OP ein spannungsfreies Band unter die Harnröhre eingelegt. Dieses sogenannte Inkontinenzband stabilisiert die Harnröhre bei körperlicher Belastung.
Laparoskopische Stabilisierung der Harnröhre
Alternativ kann die Stabilisierung der Harnröhre auch laparoskopisch erfolgen, insbesondere wenn auf Fremdmaterial, wie beispielsweise permanente Implantate aus Kunststoff, sogenannte urogynäkologische Netze (Mesh) verzichtet werden soll. Hierbei wird durch Anheben der vorderen Vaginalwand die Harnröhre stabilisiert.
Beide Verfahren eignen sich besonders bei abgeschlossener Familienplanung.
Injektion eines Bulking Agents
Bei noch bestehendem Kinderwunsch kann die Injektion eines Gels (bulking agent) direkt in die Harnröhrenwand erwogen werden, um die Wanddicke aufzufüllen und so die Harnröhre besser zu verschließen.
Blasenbehandlung mit Botox
Bei Vorliegen einer überaktiven Harnblase kann nach Ausschöpfen der konservativen Therapie oder der erfolgreichen Behandlung einer vaginalen Senkung eine Blasenbehandlung mit Botox sinnvoll sein. Dabei wird eine Botox-Injektion in die Blase durchgeführt, um die Aktivität der Blasenmuskulatur gezielt zu reduzieren.
In ausgewählten Fällen, etwa bei komplexen Funktionsstörungen, kann auch eine sakrale Neuromodulation (Blasenschrittmacher) in Betracht gezogen werden. Ein implantierter Generator sendet hierbei schwache elektrische Impulse an die Nerven im unteren Rücken, um die Kommunikation zwischen Gehirn und Organen zu regulieren.
Abgestufte Behandlungskonzepte richten sich individuell nach der bei Ihnen vorliegenden Beschwerdeursache und nach Ihren Bedürfnissen. Ziel meiner ausführlichen Beratung ist immer, Ihre Lebensqualität zu verbessern, Ihnen Selbstsicherheit im Alltag zurückzugeben und eine Behandlung zu finden, die zu Ihrem Leben passt.
Eine Senkung, auch spezifischer als Gebärmutter-, Blasen- oder Beckenbodensenkung bezeichnet, entsteht, wenn die stützenden Strukturen des Beckenbodens nachgeben. In der Folge können sich Gebärmutter, Harnblase oder Darm im kleinen Becken nach unten verlagern.
Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. Während manche Senkungen symptomlos bleiben, kommt es in anderen Fällen zu funktionellen Einschränkungen im Alltag.
Ein gelungenes und nachhaltiges Behandlungsergebnis bei Senkungsbeschwerden setzt die sorgfältige Diagnostik voraus. Am Anfang steht deshalb immer das persönliche Gespräch über Ihre Beschwerden. Ergänzend erfolgen die gynäkologische Untersuchung sowie eine spezielle Ultraschalluntersuchung (Pelvic-Floor-Sonographie). In manchen Fällen kann die weiterführende Diagnostik durch einen Spezialisten für Probleme des Enddarms sinnvoll sein.
Symptomlose Senkungen benötigen in der Regel keine Therapie. Bei funktioneller Beeinträchtigung kann ein individualisiertes Behandlungskonzept erstellt werden. Die Behandlung richtet sich nach dem vorliegenden Schweregrad des anatomischen Schadens, individuellen Risikofaktoren und Ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen.
Konservative Therapie
Beckenbodentraining – die Basistherapie
Ein gezieltes Beckenbodentraining bei einer Senkung, wie beispielsweise einer Gebärmuttersenkung, ist häufig der erste und wichtigste Schritt. Im Rahmen der Beckenbodengymnastik bei einer Senkung lernen Sie unter physiotherapeutischer Anleitung die Muskulatur des Beckenbodens bewusst wahrzunehmen, zu kräftigen und im Alltag richtig einzusetzen. Ergänzend kann mit Hilfe von Biofeedback-Verfahren die eigene Körperwahrnehmung verbessert und dadurch die Effektivität des Beckenbodentrainings gesteigert werden.
Pessartherapie
Bei Senkungsproblematiken jedweder Ursache kann ein speziell angepasstes Vaginalpessar die Vagina mechanisch stützen. Diese Behandlung ist nicht-operativ, individuell anpassbar und besonders geeignet, wenn eine Operation nicht gewünscht ist. Zudem ist die Pessartherapie flexibel anwendbar: dauerhaft oder situativ, zum Beispiel beim Sport.
Die Pessartherapie, beispielsweise bei einer Gebärmuttersenkung, stellt nicht nur eine Option für ältere Patientinnen dar. Ein speziell an den weiblichen Beckenboden angepasstes Stützpessar sorgt auch nach der Geburt für die Druckentlastung der Haltestrukturen und für eine Entlastung der Beckenbodenmuskulatur, was die Beschwerden einer Senkung lindern kann.
Minimal-invasive und operative Therapie: Op zur Beckenbodenrekonstruktion mit und ohne Netz
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder eine dauerhafte Lösung gewünscht wird, stehen heute moderne, sehr schonende operative Verfahren zur Verfügung.
Für die Op einer Senkung, wie beispielsweise einer Blasensenkung, gibt es verschiedene Methoden mit geringen Risiken:
Senkungsoperation mit Netz
In den meisten Fällen wende ich minimal-invasive Techniken im Rahmen einer Bauchspiegelung an. Dabei werden die Gebärmutter und / oder die Vagina mithilfe eines feinen, speziell entwickelten Kunststoffnetzes (Mesh) wieder anatomisch und funktionell korrekt im Becken stabilisiert.
Bei komplexeren Befunden kann zusätzlich der Enddarm fixiert oder andere Gewebe wie beispielsweise die Vagina ohne Fremdmaterial gestrafft oder angehoben werden.
Senkungsoperation mit Eigengewebe oder in Kombination mit einem Netz
Alternativ können Senkungen auch über die Vagina operiert werden. Hierbei wird die Haltefunktion mithilfe des eigenen Gewebes wieder aufgebaut und gestärkt. Bei ausgeprägten Senkungen oder erneut aufgetretenen Befunden kann ergänzend ein feines Kunststoffnetz zur Unterstützung eingesetzt werden. Dieses dient der langfristigen Stabilisierung und ermöglicht eine sichere Fixierung von Gebärmutter oder Vaginalgrund in der Tiefe des Beckens.
Abgestufte Behandlungskonzepte beinhalten konservative und moderne, minimal-invasive operative Verfahren. Entscheidend ist: Eine Senkung ist kein Schicksal, das man hinnehmen muss. Gemeinsam werden wir eine für Sie optimale Lösung finden.

Konservative Behandlungskonzepte sind oft wenig belastend, gut verträglich und kombinierbar. Daher bilden sie die Basis der Behandlung vieler gynäkologischer Beschwerden. Schmerzen können dabei sowohl als eigenständiges Symptom auftreten als auch begleitend im Rahmen einer zugrunde liegenden Erkrankung bestehen.
Konservative Behandlungskonzepte sind oft wenig belastend, gut verträglich und kombinierbar, warum sie die Basis der Schmerzbehandlung darstellen. Die Linderung der Beschwerden kann durch Medikamente, Physiotherapie, Beckenbodentraining, Schmerztherapie, Verhaltenstherapie, Wärme- und Kälteanwendung oder auch Lebensstilintervention erreicht werden. Selten sind invasive Behandlungen erforderlich, um die Beschwerdeursache aufzulösen. Diese Therapien erfolgen dann minimal-invasiv.
Als Gynäkologischer Onkologe und Senior-Brustoperateur (DKG) beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit der Diagnostik und Therapie gutartiger und bösartiger Erkrankungen der Brust. Obwohl Veränderungen in der Brust für viele Ratsuchende Anlass zur Beunruhigung sind, haben die meisten Befunde in der Brust keinen Erkrankungscharakter.
Am Anfang jeder Behandlung der Brust steht das Gespräch über Ihre aktuellen und frühere Beschwerden, Erkrankungen und relevante Lebensumstände sowie die familiäre Tumorbelastung. Auf Basis dieser Informationen folgt die Brustdiagnostik, die neben der Tastuntersuchung modernste bildgebende Verfahren sowie minimal-invasive Verfahren zur Gewebeentnahme und feingeweblichen Sicherung des aufgefallenen Befundes umfasst.
Eine operative Therapie gutartiger Befunde der Brust ist nur bei Beschwerden nötig und kann in der Regel ambulant erfolgen.
Minimal-invasive Operationstechniken ermöglichen Eingriffe über kleinste Zugangswege bei möglichst geringer Belastung des Gewebes. Durch den Einsatz moderner Video-Optik kann das Operationsgebiet stark vergrößert und präzise dargestellt werden.
Diese fortschrittliche Technik erlaubt reduzierte Wundflächen, einen geringeren Blutverlust und weniger postoperative Schmerzen. So profitieren Sie von einer schnelleren Mobilisation und einer zügigen Erholung bei kleinsten Narben.
Ich wende minimalinvasive Verfahren in der gesamten Bandbreite gynäkologischer Operationen an: sowohl bei vaginalen Eingriffen als auch bei Operationen im Bauchraum, bei gutartigen Befunden und bei onkologischen Behandlungen.
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit als Gynäkologe liegt in der urogynäkologischen Chirurgie. Hierzu zählen operative Verfahren im Bereich der Beckenbodenrekonstruktion sowie der Inkontinenzchirurgie.
Mein Ziel ist es immer, Funktion und Stabilität des Beckenbodens wiederherzustellen und Ihre Beschwerden nachhaltig zu verbessern, unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Situation.
Meine operative Erfahrung und Spezialisierung in den jeweiligen Fachgebieten wird durch verschiedene Zertifizierungen ergänzt, darunter die MIC II Zertifizierung sowie die AGUB II Zertifizierung im Bereich der Urogynäkologie.
Als Senior-Brustoperateur verfüge ich zudem über langjährige Erfahrung in der operativen Behandlung von Erkrankungen der Brust.