Gynäkologische Onkologie & Brustkrebs


Eine Krebsdiagnose verändert vieles – oft plötzlich und mit vielen offenen Fragen. Nicht nur für die betroffene Patientin, sondern auch für die Menschen im engsten Umfeld, die begleiten, mitdenken und unterstützen.
In dieser Situation ist es mir wichtig, dass Sie verstehen, was gerade in Ihrem Körper passiert, welche nächsten Schritte sinnvoll sind und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Hierbei begleite ich Sie mit einer klaren, evidenzbasierten Einordnung und dem Anspruch, gemeinsam einen Weg zu finden, der zu Ihrer individuellen Situation passt.
Gynäkologische Krebserkrankungen umfassen ein breites Spektrum unterschiedlicher Tumorerkrankungen des weiblichen Genitaltraktes. Dazu gehören das Ovarialkarzinom, das Endometriumkarzinom, das Zervixkarzinom sowie Vulvakarzinome und Vaginalkarzinome. Darüber hinaus gehört der Brustkrebs unabhängig vom Geschlecht in das gynäkologische Behandlungsgebiet.
Als gynäkologischer Onkologe und Senologe behandle ich das gesamte Spektrum dieser Erkrankungen und biete Ihnen eine individuelle Beratung sowie eine umfassende, ganzheitliche Betreuung.
Brustkrebs ist die Krebserkrankung, die bei Frauen am häufigsten auftritt. Die Diagnose entsteht meist durch auffällige Befunde in der Bildgebung oder durch Tastbefunde. Für viele Patientinnen stellt sich zunächst die Frage, wie die weitere Behandlung abläuft und welche Optionen bestehen.
Wie wird Brustkrebs diagnostiziert?
Die Diagnostik bei Brustkrebs erfolgt in mehreren Schritten und dient dazu, die Art des Tumors sowie seine Ausbreitung genau zu bestimmen.
Typische Bestandteile der Untersuchung sind:
Wurde bei Ihnen Brustkrebs oder eine Vorstufe diagnostiziert, bespreche ich gemeinsam mit allen an Ihrer Therapie beteiligten Spezialist:innen Ihren Fall ausführlich in einer interdisziplinären Tumorkonferenz. Dort werden alle Befunde zusammengeführt und die einzelnen Therapieschritte aufeinander abgestimmt. So stellen wir sicher, dass Sie eine leitliniengerechte, personalisierte und auf Ihre Situation zugeschnittene Behandlung erhalten.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Neben der Operation gehören häufig auch die medikamentöse Therapie und eine lokale Strahlentherapie zum Gesamtkonzept.
Operative Therapie bei Brustkrebs — onkologisch sicher und ästhetisch durchdacht
Die Brustkrebs-Op ist häufig ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Brustkrebs. Dabei kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz:
Für die operative Therapie bösartiger Befunde der Brust wende ich überwiegend moderne, onkoplastische Methoden zur Brusterhaltung an. Diese Methoden verbinden onkologische Sicherheit mit einem ästhetisch ansprechenden Ergebnis. Die Schnittführung erfolgt individuell, wobei onkologische und ästhetische Aspekte sowie Ihre Wünsche berücksichtigt werden.
Ist aus onkologischen Gründen eine Entfernung der gesamten Brustdrüse erforderlich, kann dies in vielen Fällen unter Erhalt des Hautmantels erfolgen. Dieses Vorgehen schafft eine gute Voraussetzung für eine sofortige (primäre) Rekonstruktion mit einem Silikonimplantat, sofern Sie dies wünschen. Der optimale Zeitpunkt für eine endgültige Rekonstruktion wird individuell festgelegt, abhängig vom Befund, weiteren Therapien und Ihren persönlichen Vorstellungen.
Die Wiederherstellung des Körperbildes ist für viele Patient:innen ein wichtiger Schritt in der Krankheitsbewältigung. Deshalb berate ich Sie umfassend über alle Möglichkeiten der Rekonstruktion und erläutere transparent die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Verfahren. Gemeinsam finden wir den Weg, der medizinisch sinnvoll ist und sich für Sie richtig anfühlt.
Ganzheitliche Begleitung
Brustkrebs betrifft jedoch nicht nur den Körper. Die Erkrankung kann Partnerschaft, Beruf, Selbstbild und seelisches Wohlbefinden erheblich beeinflussen. Deshalb ist mir ein ganzheitlicher, multimodaler Ansatz wichtig. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Physiotherapeut:innen, Ernährungsberater:innen, Komplementärmediziner:innen sowie eine psychoonkologische und psychosoziale Begleitung kann die medizinische Therapie sinnvoll ergänzen.
Das Brustzentrum in der Nähe
In unserem zertifizierten Brustkrebszentrum begleite ich Sie bei allen notwendigen Schritten leitliniengerecht und individuell. Brustkrebsspezialisten arbeiten hier eng zusammen mit weiteren Fachdisziplinen, um eine individuell abgestimmte Therapie sicherzustellen.
Das Ovarialkarzinom, umgangssprachlich oft als Eierstockkrebs bezeichnet, ist eine gynäkologische Krebsform, die häufig im Frühstadium unbemerkt bleibt. Viele Beschwerden sind unspezifisch und entwickeln sich schleichend, sodass die Erkrankung oft erst in einem fortgeschritteneren Stadium erkannt wird.
Typische Veränderungen, die Patientinnen mit Eierstockkrebs zuerst bemerken, sind zum Beispiel ein zunehmender Bauchumfang, ein Druckgefühl im Bauch oder eine nicht anderweitig erklärbare. Auch Wasser im Bauch (Aszites) kann ein Hinweis auf eine fortgeschrittene Erkrankung sein.Tritt Eierstockkrebs zwischen 30 und 35 Jahren oder darunter auf, ist dies häufig ein Hinweis auf eine genetische, familiäre Vorbelastung. In solchen Fällen spielt die genetische Abklärung eine besonders wichtige Rolle, um Risiken besser einordnen zu können.
Die Diagnose eines Ovarialkarzinoms bedeutet für viele Patientinnen und ihre Angehörigen zunächst eine große Verunsicherung. Umso wichtiger ist es, die Erkrankung medizinisch klar einzuordnen und Schritt für Schritt zu verstehen, welche Bedeutung die Befunde haben und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Das Endometriumkarzinom, auch als Gebärmutterschleimhautkrebs oder Gebärmutterkörperkrebs bezeichnet, ist eine der häufigeren gynäkologischen Krebserkrankungen. Es entsteht in der Schleimhaut, die das Innere der Gebärmutter auskleidet. Diese bösartige Veränderung der Schleimhaut kann sich im Verlauf weiter ausbreiten, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird.
Im Vergleich zu anderen gynäkologischen Krebserkrankungen sind Symptome bei Gebärmutterkörperkrebs gewöhnlich früh erkennbar. Hierzu gehören insbesondere ungewöhnliche Blutungen, zum Beispiel nach den Wechseljahren oder Blutungen außerhalb des normalen Zyklus. Auch länger anhaltende oder verstärkte Blutungen können ein Hinweis sein und sollten abgeklärt werden. Aber nicht immer sind veränderte Blutungen ein Zeichen für eine Krebserkrankung. Diese haben meist andere, harmlosere Ursachen.
Ein Endometriumkarzinom wird häufig in einem frühen Stadium entdeckt und ist in vielen Fällen gut behandelbar. Entscheidend ist für mich eine strukturierte Einordnung der Befunde und der persönliche Austausch mit Ihnen, um die nächsten Schritte individuell und leitliniengerecht gemeinsam mit Ihnen festzulegen.
Das Zervixkarzinom wird auch als Gebärmutterhalskrebs bezeichnet und entsteht im Bereich des Muttermundes (Portio) oder des Gebärmutterhalses. Häufig entwickelt es sich über längere Zeit aus Vorstufen, die zunächst klinisch unbemerkt bleiben können.
Ein invasives Zervixkarzinom liegt vor, wenn die veränderten Zellen bereits die basale Zellschicht durchbrochen haben und sich möglicherweise auch in das umliegende Gewebe ausbreiten.
In frühen Stadien verursacht die Erkrankung oft keine eindeutigen Beschwerden. Später können unter anderem ungewöhnliche Blutungen, vermehrter Ausfluss oder Schmerzen auftreten.
Metastasen bilden sich beim Zervixkarzinom erst bei fortgeschrittener Erkrankung.
Die Prävention erfolgt beim Zervixkarzinom mittels Gebärmutterhalskrebs-Impfung und einer regelmäßigen Vorsorge. So können Vorstufen früh erkannt und wenn nötig minimal-invasiv behandelt werden. Vorstufen werden manchmal auch nur beobachtet, da eine spontane Rückbildung möglich sein kann.
Vulvakrebs, auch als Vulvakarzinom bezeichnet, betrifft den äußeren Genitalbereich der Frau, die Vulvalippen — umgangssprachlich und historisch auch als Schamlippen bezeichnet. Viele Patientinnen bemerken zunächst Veränderungen der Haut, die sich nicht eindeutig einordnen lassen.
Zu den möglichen ersten Anzeichen von Vulvakrebs können ein anhaltender Juckreiz, kleine Knoten, Hautveränderungen oder wunde Stellen gehören. Auch Schmerzen können auftreten. Das Aussehen von Vulvakrebs kann dabei sehr unterschiedlich sein, sodass Patientinnen Vulvakarzinome nicht immer sofort erkennen.
Gerade weil Beschwerden im Intimbereich häufig mit Unsicherheit oder Zurückhaltung verbunden sind, werden erste Veränderungen manchmal erst spät abgeklärt. Viele Erfahrungen mit Vulvakrebs zeigen, dass Betroffene Symptome zunächst beobachten oder anderen Ursachen zuordnen. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Vorsogre.
Kommt es zu einer Erkrankung mit Vulvakrebs, stehe ich Ihnen mit einer klaren Einordnung Ihrer Befunde und einer ausführlichen Beratung zur Seite, sodass wir die nächsten Schritte gemeinsam festlegen können.
Das Vaginalkarzinom, umgangssprachlich auch als Scheidenkrebs oder Scheidenkarzinom bezeichnet, ist eine seltene gynäkologische Tumorerkrankung, die in der Vagina entsteht.
Viele Patientinnen fragen sich, wie sich Vaginalkrebs erkennen lässt, da die Anzeichen häufig unspezifisch sind. In frühen Stadien verursacht die Erkrankung oft keine eindeutigen Beschwerden. Mit Fortschreiten können jedoch Symptome wie ungewöhnliche Blutungen, Ausfluss oder Schmerzen auftreten. Nicht immer sind veränderte Blutungen jedoch ein Zeichen für Vaginalkrebs. Diese haben oftmals auch andere, harmlosere Ursachen.
In einigen Fällen kann Vaginalkrebs nach einer Gebärmutterentfernung auftreten. Deshalb ist es wichtig, auch nach bereits erfolgten gynäkologischen Eingriffen Veränderungen ernst zu nehmen und diese immer ärztlich abklären zu lassen.
Kommt es zu einer Erkrankung mit Vaginalkrebs, stehe ich Ihnen mit einer klaren Einordnung Ihrer Befunde und einer ausführlichen Beratung zur Seite, sodass wir die nächsten Schritte gemeinsam festlegen können.
Trophoblasterkrankungen sind seltene Veränderungen von Gewebe, das im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft entsteht. Dieses Gewebe bildet sich normalerweise aus Zellen, die an der Entwicklung der Plazenta beteiligt sind.
In manchen Fällen kommt es dabei zu einer Fehlentwicklung, bei der sich das Gewebe unkontrolliert vermehrt. Es kann sich um gutartige, aber auch um bösartige Formen handeln.
Trophoblasterkrankungen sind insgesamt selten, in vielen Fällen jedoch gut behandelbar. Entscheidend ist eine strukturierte Abklärung und eine individuell abgestimmte weitere Betreuung.
Am Anfang jeder onkologischen Behandlung steht das Gespräch über Ihre aktuellen und frühere Beschwerden, Erkrankungen und relevante Lebensumstände sowie die familiäre Tumorbelastung. Auf Basis dieser Informationen folgt die umfassende Diagnostik, die neben der klinischen Untersuchung modernste bildgebende Verfahren sowie ggf. minimal-invasive Verfahren zur Gewebeentnahme und feingeweblichen Sicherung umfasst.Die körperliche Untersuchung ergänzt dieses Gespräch und hilft dabei, erste Hinweise einzuordnen und das weitere Vorgehen festzulegen.
Ergänzend kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz, um Veränderungen im Körper sichtbar zu machen und die Ausbreitung einer Erkrankung besser einschätzen zu können.
Hierbei stellt die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) die obligate Standarduntersuchung dar, um Befunde differenzialdiagnostisch einzuordnen, beispielsweise bei der Unterscheidung von Befunden im kleinen Becken und der Erkennung von Eierstockkrebs.
Schnittbilddiagnostik wie eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie MRT zur Ausbreitungsdiagnostik liefern wichtige Informationen für die weitere Therapieplanung, weil sie dabei helfen, die Erkrankung möglichst genau zu erfassen.
Weiterführende Diagnostik wie die Blutuntersuchung zur Bestimmung von Tumormarkern bei gynäkologischen Malignomen, beispielsweise einem Ovarialkarzinom, ist hauptsächlich der Kontrolle des Therapieansprechens vorbehalten und kann in Einzelfällen zur Einordnung unklarer Befunde im kleinen Becken sowie zur Früherkennung von Rezidiven erwogen werden. Tumormarker sind nicht für das Früherkennungs-Screening asymptomatischer Frauen oder als alleinige Methode zur Tumordiagnostik geeignet. Sie müssen immer in den Gesamtkontext der klinischen Befunde gestellt werden.
In vielen Fällen gynäkologischer Krebserkrankungen ist eine sichere Diagnose erst durch eine Gewebeentnahme möglich. Dabei wird auffälliges Gewebe gezielt entnommen und anschließend feingeweblich untersucht.
Patientinnen und Ratsuchende mit auffälliger familiäre Tumorbelastung oder sehr jungem Erkrankungsalter für Brust- oder Eierstockkrebs berate ich u.a. zur Testung auf spezielle Genveränderungen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Genanalyse aller derzeit bekannten Risikogene sowie die Durchführung präventiver Maßnahmen sinnvoll sein und auf Wunsch eingeleitet werden.
Wurde bei Ihnen eine gynäkologische Tumorerkrankung diagnostiziert, bespreche ich gemeinsam mit allen an Ihrer Therapie beteiligten Spezialist:innen Ihren Fall ausführlich in einer interdisziplinären Tumorkonferenz. Dort werden alle Befunde zusammengeführt und die einzelnen Therapieschritte aufeinander abgestimmt. So stellen wir sicher, dass Sie eine leitliniengerechte, personalisierte und auf Ihre Situation zugeschnittene Behandlung ihrer Tumorerkrankung erhalten. Neben der Operation gehören häufig die medikamentöse Therapie und seltener auch eine lokale Strahlentherapie zum Gesamtkonzept.
Je nach Tumorart und Ausdehnung kommen unterschiedliche operative Verfahren zum Einsatz. Wann immer möglich, verwende ich minimal-invasive Techniken im Rahmen einer Bauchspiegelung, ggf. auch robotisch assistiert mittels daVinci® System. Im Bereich des äußeren Genitals wird durch onkoplastische Operationstechniken der Gewebeverlust so gering wie möglich gehalten und das Erscheinungsbild gleichzeitig rekonstruiert.
Bei ausgedehnten Befunden, wie beispielsweise im Rahmen einer Eierstockkrebs-Op, kann die offene Operation über einen Bauchschnitt notwendig sein. In komplexen Fällen erfolgt der Eingriff in enger Zusammenarbeit mit Spezialist:innen anderer Fachdisziplinen, um eine optimale onkologische Sicherheit zu gewährleisten.
Die Strahlentherapie ist oft fester Bestandteil eines multimodalen Konzepts in der Behandlung gynäkologischer Tumorerkrankungen wie dem Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom), dem Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) und dem Vulvakrebs (Vulvakarzinom) sowie dem Brustkrebs. Hierbei zerstören hochenergetische Röntgenstraheln das Tumorgewebe im Zielgebiet.
Die Bestrahlung wird je nach Tumorerkrankung und Tumorstadium als primäre Therapie, vor einer Operationneo-adjuvant (neo-adjuvantvor einer Operation), adjuvant nach einer Operation (adjuvantnach einer Operation) oder zur Symptomkontrolle (palliativ) angewendet.
Methodisch unterscheidet man die percutane Bestrahlung (von außen) von der Brachytherapie (Afterloading), bei welcher die Strahlenquelle direkt im Tumor oder der Tumorregion platziert wird. Die Kombination von Strahlentherapie und medikamentöser Therapie, beispielsweise Chemotherapie (kombinierte Radiochemotherapie) kann in fortgeschritteneren Tumorstadien sinnvoll sein, weil durch die Chemotherapie einerseits die lokale Wirkung der Strahlentherapie verstärkt wird, andererseits Chemotherapie Tumorzellen angreift, die nicht von der Strahlentherapie erfasst werden.
Die Strahlentherapie ist in der Regel schmerzlos und dauert pro Behandlungstag nur wenige Minuten. Nebenwirkungen können durch moderne und präzise Bestrahlungskonzepte gering gehalten werden und betreffen die gesunden Nachbarstrukturen im Stahlenfeld. Wichtig zu wissen ist, dass Sie nach der Strahlentherapie nicht selbst Strahlen abgeben und sich bedenkenlos in der Nähe anderer Menschen aufhalten können.
Ziel der medikamentösen Tumortherapie ist es, Tumorzellen im gesamten Körper zu erreichen und diese abzutöten oder deren Wachstum zu hemmen. Die Behandlung erfolgt in individuell abgestimmten Zyklen und wird eng begleitet, um Wirkung und Verträglichkeit kontinuierlich zu überprüfen.
Es werden verschiedene Formen der medikamentösen Therapie unterschieden: die Chemotherapie (Zytostatika), die zielgerichtete Therapie (Targeted Therapies), die Immuntherapie und die Hormontherapie. Die medikamentöse Tumortherapie wird je nach Tumorerkrankung und Tumorstadium auf Basis der Tumorbiologie und den molekularen Merkmalen des Tumors als primäre Therapie, vor einer Operationneo-adjuvant (neo-adjuvant vor einer Operation), nach einer Operationadjuvant (adjuvantnach einer Operation) oder zur Symptomkontrolle (palliativ) angewendet.
Trotz einer Vielzahl neuer und moderner medikamentöser Behandlungsstrategien stellt die Chemotherapie bei einigen gynäkologischen Tumorerkrankungen weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Behandlung dar, so beispielsweise beim Ovarialkarzinom
Im Anschluss an eine initiale Behandlung kann in bestimmten Situationen eine sogenannte Erhaltungstherapie sinnvoll sein. Ziel ist es, das Risiko eines Wiederauftretens der Erkrankung zu senken und den Behandlungserfolg und damit die Lebensqualität langfristig zu stabilisieren.
Die Erhaltungstherapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) nach einer platinbasierten Chemotherapie ist essentieller Bestandteil der modernen Behandlungsstrategie . In Abhängigkeit vom molekulargenetischen Profil des Tumors (BRCA/HRD) und dem Ansprechen auf die Vortherapie wird die Erhaltungstherapie ausgewählt. Es werden zwei verschiedene Wirkmechanismen der Erhaltungstherapie unterschieden: einerseits die zielgerichtete Blockade des Wachstums neuer Blutgefäße durch Angiogenesehemmer (Bevacizumab) und andererseits die Blockade der Reparatur von DNA-Schäden in Krebszellen durch PARP-Inhibitoren (Olaparib, Niraparib, Rucaparib), was zu deren Absterben führt. Besonders wirksam sind PARP-Inhibitoren bei BRCA-Mutationen oder HRD-positiven Tumoren (Defekt der homologen Rekombination).
Gynäkologische Krebserkrankungen betreffen jedoch nicht nur den Körper. Die Erkrankung kann Partnerschaft, Beruf, Selbstbild und seelisches Wohlbefinden erheblich beeinflussen. Deshalb ist mir ein ganzheitlicher, multimodaler Ansatz wichtig. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Physiotherapeut:innen, Ernährungsberater:innen, Komplementärmediziner:innen sowie eine psychoonkologische und psychosoziale Begleitung kann die medizinische Therapie sinnvoll ergänzen.

Meine Spezialisierung in der gynäkologischen Onkologie wird durch die Schwerpunktbezeichnung der Landesärztekammer bestätigt (Schwerpunktbezeichnung Gynäkologische Onkologie). Sie steht für eine mehrjährige, strukturierte Weiterbildung sowie umfassende Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane.
Als Senior-Brustoperateur innerhalb eines zertifizierten Brustkrebszentrums (Deutsche Krebsgesellschaft DKG) verfüge ich zudem über eine hohe, regelmäßig überprüfte operative Erfahrung in der Brustkrebsbehandlung und arbeite eng in interdisziplinären Qualitätsstrukturen.
Ergänzend biete ich eine fachgebundene genetische Beratung an und bin als Kooperationspartner im Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs gelistet.